12.02.2017

Mit der 7. Austragung kommt das FESTIVAL NEXT GENERATION in magische Bereiche

Presse-Mitteilung Festival NEXT GENERATION Bad Ragaz 2017

 

Die 7 als magische Zahl

Mit der 7. Austragung kommt das FESTIVAL NEXT GENERATION in magische Bereiche

 

Sieben Tage hat die Woche, sieben Tugenden gibt es, sieben Sakramente gibt es im Katholizismus, die Zahl sieben ist die Summe aus Quadrat (4) und Dreieck (3) konstatierten schon die alten Griechen und hoben damit die besondere Bedeutung der Sieben hervor. Mit anderen Worten: Die Zahl Sieben hat eine magische Bedeutung. Kein Wunder also, dass die 7. Austragung des FESTIVAL NEXT GENERATION mit derselben Magie einhergeht.

Sieben junge Pianisten werden sich präsentieren, sieben Musiker interpretieren Septette. Und gerade die Septette sind es, die eine besondere Stufe in der Genealogie zwischen Kammermusik und Orchester manifestieren. Denn es sind in der Regel gemischte Besetzungen, solche, die Bläser mit Streichern verbinden. Darin besteht eine Besonderheit, denn Streichquintette oder -sextette kennt man, ebenfalls Bläserquintette. Doch sich womöglich erstmals auf die Verbindung der beiden recht unterschiedlichen Instrumentenarten einzulassen, stellt eine besondere Aufgabe dar, vor allem, wenn man noch so jung ist, wie die Musiker, die sich in diesem Jahr genau diesem Thema gestellt haben.

Ludwig van Beethoven grosses Septett Es-Dur Op. 20 von 1799 stellt einen Schritt in das Orchestrale, auch für den Komponisten, dar. Seinem Lehrer Joseph Haydn gegenüber sagte er – bezugnehmend auf das grosse Werk Haydns unter demselben Namen: „Das ist meine ‚Schöpfung‘.“ Beethoven war da gerade einmal 19 Jahre alt, also in einem Alter, das dem Durchschnitt der Musiker im FESTIVAL NEXT GENERATION entspricht, die sich der Interpretation dieses Werks stellten. Noch bevor Beethoven sich grösseren orchestralen Herausforderungen stellte, übte er sich mit diesem Septett in der kompositorischen Verbindung von Streichern und Bläsern – und schuf ein Meisterwerk. Ein fragiles und schwierig zu spielendes, das in formaler Hinsicht gerade in den Ecksätzen einige Hürden bereithält. Doch die Musiker, die sich eine Woche lang im Festival auf diesen Auftritt vorbereiteten, fanden vor allem auch in den volkstümlichen Melodien der Innensätze zu einem Zusammenspiel höchster Güte und bewegenden Musikantentum. Mit Franz Adolf Berwalds Septett B-Dur von 1817 (revidiert 1828) knüpfte dann ein jüngerer Zeitgenosse – und ebenfalls in jungem Alter von 21 Jahren – an Beethovens Sicht auf die Verbindung der unterschiedlichen Instrumente an. Doch der Schwede Berwald war in seiner Heimat nur wenig anerkannt. Erst als er seine Heimatstadt Stockholm in Richtung Berlin verliess, wurden auch seine Werke gespielt. Gerade die fragile Transparenz des Kompositorischen stellte die Musiker im Bernhard-Simon-Saal im Hotel Grand Resort in Bad Ragaz vor eine Herausforderung. Doch diese nahmen sie an und zeigten sich ihr durchaus gewachsen.

In diesen Septetten zeigt sich, was die Zahl Sieben an Magie entfalten kann, wenn es um die Musik geht. Denn auch hier scheint es eine Glückszahl, eine perfekte Zahl zu sein, die sich in der Besetzung niederschlägt. Dass das FESTIVAL NEXT GENERATION sich nicht scheut, diese Werke auf das Programm zu setzen, spricht für den Qualitätsanspruch auf der einen Seite. Auf der anderen aber ist es auch wieder ein Beleg für die Förderung der jungen Musiker, sich auf Werke und Besetzungen einzulassen, sie damit Erfahrungen machen lassen, die sie bislang noch nicht hatten und die ihnen die Möglichkeit eines weiteren Entwicklungsschritts in Richtung orchestrales Spiel gibt. Denn wo lernt man besser, die anderen Instrumente kennenzulernen und zu akzeptieren als in dieser kammermusikalischen Grossbesetzung des Septetts?

 

Dass es auch eine andere Art von Musik gibt, die die jungen „klassischen Musiker“ gerne interpretieren, ja die sie neben der hohen Kunst der „Klassik“ begeistern kann, zeigte das Abendprogramm am zweiten Tag des Festivals: Denn nun standen Melodien vor allem aus weltberühmtem Filmen auf dem Programm. In diesen Film-Scores fanden sie zu einem wunderbaren Spielfluss der sogenannten „populären Musik“, die überzeugend darzustellen nicht leichter ist als die grosse und hehre Kunst der Klassik. Beeindruckend auch die junge Schweizer Sängerin Nadia Maria Endrizzi, die einige der bekanntesten Songs aus den weltberühmten James-Bond-Filmen auf eine intensiv-beeindruckende Weise interpretierte (immerhin ist Bond doch der Agent mit der magischen Zahl: 007). Das Publikum war begeisterte.

 

Die Zahl Sieben wird das gesamte Festival hindurch zu finden sein – man darf sie als Entdeckungsreise in dem diesjährigen Festival in Bad Ragaz werten, als eine, die zu Glücksmomenten führt, für Musiker und Publikum.

 

Abdruck honorarfrei – Belege erbeten.

 

www.festivalnextgeneration.com

Infos und Ticket-Bestellungen unter:

Doris Peter, Festivalbüroleiterin, + 41 (0)81 303 2004

Mit der 7. Austragung kommt das FESTIVAL NEXT GENERATION in magische Bereiche

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