13.02.2017

Das FESTIVAL NEXT GENERATION als Triebfeder junger Musiker

Presse-Mitteilung Festival NEXT GENERATION Bad Ragaz 2017

 

Die Triebfeder der Jungen

Das FESTIVAL NEXT GENERATION als Triebfeder junger Musiker

 

Oftmals fragen sich die Zuhörer im FESTIVAL NEXT GENERATION, was die Musiker in ihrem noch jungen Leben antreibt, sich so intensiv mit Musik zu beschäftigen, um die dargebotenen Leistungen auf die Bühne zu bringen. Nun, am Beginn im Leben der jungen Musiker stand bei fast allen ein besonderer Moment, ein Schlüsselerlebnis. Dies kann die Aufführung eines besonderes Musikwerks sein oder der Klang eines speziellen Instruments. Oftmals steht auch ein musikalisches Elternhaus am Beginn der Faszination für die Musik. Doch das ist nur der erste Schritt, sich der Musik hinzugeben, sich ihr intensiv als Lebensaufgabe zu verschreiben.

Dann sind es oft die Vorbilder, die die jungen Musiker antreiben, weiterzukommen. Das mögen die Lehrer sein, oder die Eltern, das können aber auch erfolgreiche und grossartige Interpreten sein, die man selbst erlebt oder auf Tonträger zu hören bekommt. Dies wäre dann der zweite Schritt, im Bestreben, es den Vorbildern gleichzutun, ihnen nachzueifern. Doch so einfach ist das nicht – und das erkennen die jungen Musiker spätestens, wenn sie sich selbst und ihr musikalisches Gelingen einmal mit genau diesen Vorbildern oder aber anderen jungen Musikern im internationalen Kontext vergleichen. Spätestens dann – wenn nicht schon früher – wird es ernst, werden die immer noch jungen Musiker mit der realen Welt der Musik konfrontiert, die nicht immer so freundlich ist, wie sich die Zuhörer dies ausmalen. Denn eine erfolgreiche musikalische Aufführung, eine individuelle Interpretation eines Werks auf die Bühne zu bringen, verlangt viel Arbeit, setzt den Schweiss und oftmals auch Tränen des Nichtgelingens voraus.

Es ist eine harte Welt, nicht nur aufgrund der zahllosen Stunden, die die jungen Menschen mit ihren Instrumenten verbringen, oftmals allein und mit allein einem Ziel vor Augen: sich zu verbessern. Was genau also treibt diese jungen Musiker an, sich immer wieder, tagtäglich der Herausforderung zu stellen, sich zu verbessern, den Zuhörern ein Erlebnis zu bereiten?

Die Musik selbst ist sicherlich eines der wichtigsten Elemente, die diesem Antrieb Nahrung gibt. Denn diese Musik hat etwas so Erbauendes, vermittelt so viel positive Energie, dass es zu einem Phänomen führt, das man aus dem Sport kennt: Endorphine, diese körpereigenen Glückshormone, werden bei einem Erlebnis ausgeschüttet. Und genau dies passiert auch bei einem Auftritt auf der Bühne, wenn eine Interpretation gelingt. Das Adrenalin kommt noch hinzu und wirkt ebenso anregend. Und genau das wollen die jungen Musiker nach ersten solcher Erfahrungen wieder haben, immer wieder.

Das Publikum ist ein weiterer wichtiger Faktor. Denn es gibt für einen Musiker, der sich in einer Aufführung, oftmals fernab von realen Momenten, in einer parallelen Welt der Musik befindet, kaum eine glücklichere Reaktion als ein tosender Applaus der Zuhörer oder auch ermutigende und lobende Komplimente nach einem Konzert. Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum Musiker sich selbst jeden Tag mit den Aufgaben für ihr Instrument und ihr Tun anzutreiben vermögen.

Ein anderer Faktor ist die soziale Komponente, das Gemeinsame. Und genau da setzt das FESTIVAL NEXT GENERATION an: Man bietet den jungen Musikern, die zum Teil vielleicht noch nicht so viel Erfahrungen mit Gleichaltrigen auf der Bühne gemacht haben, eine Auftrittsplattform, bei der sie mit Gleichgesinnten arbeiten können. Dabei müssen sie lernen, dass das Miteinander fast wichtiger ist, als das eigene Können am Instrument. Diese Erfahrung bereichert ungemein – und liefert eine weitere Antwort auf die Grundfrage, warum die jungen Musiker all die Mühen auf sich nehmen. Denn gerade in dem gemeinsamen Erleben finden sie nicht nur Bestätigung ihres Tuns, sondern auch ein weiteres Glücksmoment des gemeinsamen Erlebens von Musik.

Letztendlich aber ist es die Magie der Musik, die Durchdringung eines Notentextes, um ihn in etwas wunderbar Klingendes zu übersetzen, der alle antreibt: Die Musiker, das Publikum, die Veranstalter … Und vielleicht muss man gar nicht zu viel nach Antworten suchen, um die Triebfeder der jungen Musiker zu erkennen, denn oftmals sagt die Musik – auch bei den Zuhörern – genug.

Genau dies konnte man eindringlich beim diesjährigen Festival im Konzert „Zwei + Fünf ist Sieben“ am Montagabend erleben, als der erst 15-jährige Pijus Paskevicius die Oboen-Sonate von Francis Poulenc mit großartigem Einfühlungsvermögen spielte und dann Marc Bouchkov (Geige), Michael Cohen-Wiessert (Klavier) und Streicher vom Ensemble Esperanza das große Klavierquintett f-Moll von Brahms so mitreissend und hingebungsvoll interpretierten, dass die Zuschauer lange nicht gehen wollten und Applaus spendeten. Genau das sind diese beschriebenen Momente.

 

Abdruck honorarfrei – Belege erbeten.

www.festivalnextgeneration.com

Infos und Ticket-Bestellungen unter:

Doris Peter, Festivalbüroleiterin, + 41 (0)81 303 2004

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