15.02.2017

Die beiden „Artists in Residence“ präsentieren ihre Größe im FESTIVAL NEXT GENERATION

Presse-Mitteilung Festival NEXT GENERATION Bad Ragaz 2017

 

Residency heißt profundes Können!

Die beiden „Artists in Residence“ präsentieren ihre Größe im FESTIVAL NEXT GENERATION

 

Es ist seit einigen Jahren eine Art von Tradition geworden, dass im FESTIVAL NEXT GENERATION zwei junge Künstler zu „Artists in Residence“ erkoren werden. Diese können sich dann in unterschiedlichen Programmen, mit selbst gewählten Werken dem Publikum präsentieren und ihr ganzes Können vermitteln. Dass dies oftmals junge Musiker sind, die bereits vor Jahren im FESTIVAL NEXT GENERATION zu Gast waren, ist fast eine Selbstverständlichkeit, denn mit der Vorstellung kann man auch die Qualitäten besser einschätzen. Und Drazen Domjanic hat für die Auswahl der „Artists in Residence“ bislang ein mehr als „gutes Händchen“ bewiesen.

In diesem Jahr sind es die slowenische Flötistin Eva-Nina Kozmus und der belgische Geiger Marc Bouchkov, die sich in ihrer Residency in mehreren Konzerten dem Publikum vorstellen konnten. Beide haben mit Mitte 20 bereits eine erfolgreiche Wegstrecke zu einer vielversprechenden Karriere als Musiker hinter sich gebracht. Und dennoch geben beide zu, dass es für sie eine besondere Auszeichnung ist, „Artist in Residence“ bei dem Festival zu sein, das ihnen schon vor Jahren die Möglichkeit von Auftritten gewährt hat.

Am Mittwoch konnten sie sich nun in einem Konzert als Solisten präsentieren, während sie bereits Auftritte mit dem Ensemble Esperanza erfolgreich absolviert hatten. Und Eva-Nina Kozmus hatte zwei wirklich facettenreiche Werke für ihr Instrument ausgewählt. Da kam sie mit den schwierigen „Introduktion und Variationen über das Lied ‚Trockne Blumen“ D 802 für Flöte und Klavier auf die Bühne (begleitet von dem durchweg agil und sensibel aufspielenden Pianisten Michael Cohen-Weissert). Ursprünglich stammt das Lied aus dem Zyklus „Die schöne Müllerin“, die der Komponist für die instrumentale Besetzung umarbeitete – und damit das einzige Werk für Flöte in seinem Œuvre schuf. Mit viel Sinn für das Gesangliche interpretierte Kozmus dieses Werk, mit Hingabe und Wärme für den Ton, der in ihrem Spiel dem ursprünglichen Gesang fast zum Verwechseln nahe kam. Anders hingegen die Fantasie über „Der Freischütz“, dieser hochdramatischen Oper von Carl Maria von Weber, aus der Feder des französischen Komponisten Paul Taffanel, das Kozmus ausgesucht hatte: Brillante wie hochdramatische Szenen der Oper werden hier heraufbeschworen. Eva-Nina Kozmus bewies, welche Qualitäten als reifende Musikerin sie bereits vorzuweisen hat. Und welch eine großartige Entwicklung sie genommen hat, seit sie das erste Mal im Festival zu Gast war.

Ähnliches könnte man über Marc Bouchkov sagen. Doch er machte es sich mit dem von ihm gewählten Programm noch einmal schwerer. Denn in der recht trockenen Akustik des Bernhard-Simon-Saals im wunderbaren Grand Resort Bad Ragaz wagte er zwei Solo-Werke für Violine, die die höchste Form geigerischen Könnens verlangen: die Chaconne aus Johann Sebastian Bachs 2. Partita für Violine solo sowie Eugène Ysaÿes technisch herausfordernde Solo-Sonate Nr. 6. Schon in Bachs Werk wurde klar, dass hier ein Ausnahmegeiger am Werk ist, der seine eigenen Ideen in diesem Werk verwirklichen kann, ohne dabei die technischen Probleme zum Inhalt zu machen. Wie eine Kathedrale baute er dieses Werk auf, wie ein intensives Gebet, das das Publikum fast gänzlich vereinnahmte und verstummen ließ. Ysaÿes Sonate dann ein Feuerwerk an technischen Hürden, die er mit scheinbarer Leichtigkeit meisterte. Dazwischen spielte er (wieder begleitet von dem ebenso eindringlich musizierenden Michael Cohen-Weissert am Flügel) die eher lyrisch-schwelgerischen Werke „Poème“ von Ernest Chausson sowie Tschaikowskys „Valse-Scherzo“ Op. 34. Mit seiner Ausstrahlung und seiner Eindringlichkeit des Spiels, hatte Bouchkov den gesamten Saal in Verzückung und in seinen Bann geschlagen.

„Artist in Residence“ ist eine Auszeichnung im FESTIVAL NEXT GENERATION. Und es zeigt, dass die immer noch jungen Musiker, die dazu auserkoren werden, die Speerspitze einer nächsten Generation von klassischen Musikern sind, die man im gesamten Festival erleben kann. Man darf sich also immer wieder auf die Auswahl der „Artists in Residence“ freuen, denn sie sind die Elite der Elite, die im Festival ihre Kunst präsentieren darf.

Abdruck honorarfrei – Belege erbeten.

 

 

www.festivalnextgeneration.com

Infos und Ticket-Bestellungen unter:

Doris Peter, Festivalbüroleiterin, + 41 (0)81 303 2004

Die beiden „Artists in Residence“ präsentieren ihre Größe im FESTIVAL NEXT GENERATION

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