22.02.2018

FESTIVAL NEXT GENERATION bietet jungen Streichern zweier Nationen eine Plattform

Presse-Mitteilung Festival NEXT GENERATION Bad Ragaz 2018

 

Kolumbien trifft Niederlande

FESTIVAL NEXT GENERATION bietet jungen Streichern zweier Nationen eine Plattform

 

Wenn man die Zahl Acht vor Augen und Ohren haben will, wie in der diesjährigen, der achten Austragung des FESTIVALS NEXT GENERATION in Bad Ragaz, dann muss man sich etwas einfallen lassen. Ein Streichquartett ist da mit der Hälfte der Teilnehmer leicht gefunden. Aber um die Acht zu komplettieren, benötigt man gleich zwei Streichquartette. Eingeladen hatte man zum 11. Konzert des Festivals am Donnerstag, den 22. Februar, das Abad String Quartett mit Musikern aus dem fernen Kolumbien sowie das Gioventù-Quartett aus den Niederlanden. Beides sind noch recht junge Quartette, die ihr Können bereits am Vortag in einem Matinee-Konzert im Musiksalon des Grand Resort Bad Ragaz mit Streichquartetten von Beethoven und Mozart bewiesen hatten.

Nun aber ging es für die jungen Streicher in die Evangelische Kirche in Bad Ragaz. Doch nicht etwas unabhängig voneinander sollten sie spielen, sondern gemeinsam. So hatte man das Doppelquartett Nr. 1 d-Moll von dem Klassiker Louis Spohr auserkoren, um es von ihnen interpretieren zu lassen. Und die Evangelische Kirche bot akustisch den besten Rahmen, denn die Streicherstimmen wurden getragen von dem natürlichen Nachhall und behielten dennoch ihre Eigenständigkeit im transparenten Klang. Das ist wichtig, denn Spohr hat kein Oktett, sondern ein Doppelquartett geschrieben, bei dem in polyphoner Schreibweise alle acht Stimmen unabhängig voneinander agieren. Und die beiden Quartette – die etwas älteren Kolumbianer sowie die Holländer in ihren Teen-Jahren – erfüllten diese Aufgabe bemerkenswert souverän. Zwar wackelte hier und da schon einmal die Intonation, aber mit ihrer Agogik und dem Verve hatten die Streicher die Zuhörer bald in ihren Bann gezogen. Und wo kann man schon Streicher aus so entlegenen Ländern gemeinsam hören?

Doch damit nicht genug. Ein wirkliches Oktett stand ebenfalls auf dem Programm, zu dem das Gioventù-Quartett vier weitere Kollegen aus den Niederlanden eingeladen hatten. Und der dänische Komponist Niels Wilhelm Gade hat mit seinem Opus 17 ein viersätziges Oktett geschrieben, das den orchestralen Klang in den Vordergrund stellt, ähnlich dem eines Streichorchesters. Kaum zu glauben, dass die aus der Amsterdamer Sweelinck Academy stammenden zwischen 15 und 18 Jahre alten Streicherinnen und Streicher dieses viersätzige Werk komplett auswendig aufführten. Und dies auch noch mit einem traumwandlerischen Sinn für die musikalischen Gefühlswelten in den sich überkreuzenden Stimmen zwischen den Streichergruppen.

Das FESTIVAL NEXT GENERATION tut gut daran, solchen Musikern eine Plattform zu bieten, sie zu motivieren und zu unterstützen – ganz im Sinn für die Idee des Festivals.

 

Abdruck honorarfrei – Belege erbeten.

Pressefotos zum Download unter https://www.dropbox.com/sh/svwfq4tiew7r9vs/AACoSQNBuNpCmMpX8uIJKHmOa?dl=0

 

www.festivalnextgeneration.com

Infos und Ticket-Bestellungen unter: Doris Peter, Festivalbüroleiterin

Tel. für die Schweiz: +41 (0)79 628 47 07

Tel. für Liechtenstein und EU: +423 792 63 52

info@festivalnextgeneration.com

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